Eigen geschaffene Werke

Über all dem

Lyrikband, Büchlein, 1. Auflage 20 Stück, Köln 2015


Was weiß der Himmel schon von dir und mir? Im Blätterraschelspiel sind wir ganz weltenfern. Ein später Falter taumelt im gleißenden Licht. Der letzte Tanz vor dem langen Schlaf. Meine Gedanken setzen sich mal hierhin, mal dorthin, machen nur kurz Halt. Zwischen dem Gesagten gibt es kein Gewicht. Versteck dich im Geäst, ich werde dich finden. Lass dich nicht aufhalten. Worauf willst du warten? Ich streue Blätter über dich. Auf einmal bist du weg. Ich suche nach dir. Der Himmel weiß nichts davon und die Zeit hält sich raus. Später dann, viel später höre ich ganz flüchtig dein Lachen. Wo kommt es her? Noch bevor ich hinsehe weiß ich, dass es von hoch oben kommt. Der Baum, auf den du gestiegen bist, hat noch längst sein Laub nicht verloren.

Geschichten in Tüten

1. Auflage 50 Stück, Köln 2015


Die Geschichten in Tüten erzählen von einer Person, die an einem lauen Sommertag leichtfüßig aus der Tür tritt und die Zeit hinter sich wirft. Sie erzählen von Hans, der kein Verfallsdatum hat, vom Rosenölduft aus Bulgarien, der bis Island weht, von einem sprechenden Hund, von Bergen auf Kreta, die es gar nicht gibt und von vielen weiteren Lebensereignissen.
Die Geschichten erzählen auf einer Seite und nicht einseitig. Sie ruhen sich in transparenten Tüten aus, bis sie entfaltet werden, um dann zu literarischem Leben zu erwachen…

Treten Sie ein

Lyrik- und Fotoband, Heft, 1. und 2. Auflage je 100 Stück, Köln 2014,
3. Auflage 100 Stück, Köln 2015

Bilder warten, Worte locken. Ich trete ein. Ich schaue mich um und bin sofort unmittelbar vor Ort – In Situ! Margret Schopkas Bildmotive ziehen mich in ihren Bann. Eine gewohnheitsmäßig konventionelle Bildbetrachtung wird mir hier nicht gelingen, denn augenblicklich beginnt ein visuelles Vexierspiel. Unterschiedliche Bildebenen drängen wechselweise in den Vordergrund und erzeugen eine multistabile Wahrnehmung. Miniaturhaft anmutende räumliche Impressionen erscheinen schon im nächsten Moment monumental. Alles ist gleichzeitig realistisch und unfassbar, zum Greifen nahe und unerreichbar fern. In diesen Bildräumen steckt viel Unerwartetes. Hier wird fotografiert, gegärtnert, gestreut und gegraben. Die Künstlerin als Gärtnerin im Niemandsland. Nach und nach blenden sich meine Texte ein. Ein lyrisches Ineinander beginnt. “Die Welt faltet sich”. Die Intarsie setzt sich zusammen. Jeder Text nimmt die Stimmung des gegenübergestellten Bildes auf und spielt mit mannigfaltigen Assoziationen. Ich als Wortwanderin im weiten Land. Sinnlich-Fassbares und Gedankliches verschmelzen zu einer ausdrucksstarken poetischen Einheit. Die Worte wirken in die Bilder, die Bilder wirken in die Worte. Alles ist luftig. Alles bleibt beweglich. (abgewandelter Text aus dem Vorwort zu Treten Sie ein von Beate Gördes)

Die Welt bricht an

Erzählungen, Spiralbuch, limitierte Auflage, 20 Stück, Köln 2013

Adrienne Brehmer - Die Welt bricht an

Eine Frau geht zurück in ihre Heimatstadt, weil sie eine Beziehung beendet. Ein Junge, der nicht fliegen kann, stirbt. Eine andere Frau hat kein zu Hause und erlebt wie der Morgen in ihr Gesicht fällt. Maschiko lebt in Tokio und baut Gläser aus Scherben zusammen. Ein Ginsterstrauch springt gelb in die Supermarktwand und irgendwo schmiegt sich die Luft weich an Dächer und Balkone.
In meinen zehn auserwählten Geschichten erzähle ich über das gelebte und nicht gelebte Leben, über den Alltag, den Wunsch daraus zu entfliehen und über den Tod.
Sehnsucht, Einsamkeit und Melancholie, aber auch Hoffnung und Humor sind die Stimmungen, in die der Leser / die Leserin jederzeit eintauchen kann. Die Welt bricht an …

Querbeet

Sammlung von lyrischen und experimentell-dadaistischen Texten, Heftchen,
limitierte Auflage, 50 Stück, Köln 2010

Die lyrischen und experimentell-dadaistischen Texte führen über die Kölner Südbrücke, wo eine Joggerin auf Schnecke schaltet, weil sie bequeme Beine hat. Die Texte führen in einen Park, wo ein Sommersandwich im Gras liegt, während ein Terrorist ein Liedchen singt. In den Narzissen kann man Brötchen finden, eine wildgewordene Gans beobachten und Hasen rasant rasen sehen.
Querbeet ist ein Büchlein, das durch seine linienähnlichen Textumrandungen und Aufkleber an ein Poesiealbum erinnert. Dies verleiht ihm einen spielerischen Charakter. Es richtet sich an Erwachsene und an Kinder. Kurzum: an alle – querbeet.

Hinter den Bergen

Lyrik und Kurzprosa, Leporello, limitierte Auflage, 120 Stück, Köln 2008

Der Leporello Hinter den Begen ist ein literarisches Erlebnisbuch und richtet sich an alle, die darin lesen wollen, Texte in die Hand nehmen und mit dem Buch selbst experimentieren mögen. Die Texte sind unterschiedlich und ähnlich, prosaisch oder lyrisch, mal laut mal leise und manchmal etwas komisch. Was nicht hinter den Bergen ist, kann vor oder neben den Bergen sein. Und was sich nicht um Böhmen oder Ljubljana dreht, enthält Dinkel. Herr Niemand sorgt dafür, dass alle mitgehen, dass der Schornstein nicht mehr raucht und dass Dächer in den Himmel steigen …

Von Wipfel zu Wipfel

experimentelle Lyrik und Grafiken, Spiralheft, limitierte Auflage, 50 Stück, Köln 2008

Von Wipfel zu Wipfel ist ein Ringbuch, ebenfalls bestehend aus lyrischen und experimentell-dadaistischen Texten sowie aus Buchstabengrafiken.
Der Frühling heftet Farben an das wachsende Jahr, erfindet sprechende Schmetterlinge und baut ein Versteck hier und da. Über Liebesgeständnisse, die den Sommer locken, über Wipfel, Baumkronen und dickbäuchige Vögel, über eine Hirschkuh, die herbstlüstern in den Himmel schaut bis hin zum Plastiktannenbaum im Tiefschnee wird der Leser / die Leserin durch die Jahreszeiten geführt.
Spiralbindung und Format lassen das Buch in seiner äußeren Gestaltung an einen Terminplaner erinnern. Die Einteilung der jeweiligen Kapitel in die Jahreszeiten deutet den Aspekt der Terminplanung spielerisch an.

Die literarische Katze im Sack

Die literarische Katze im Sack ist eine interaktive Wortüberraschung. Sie wird zum Beispiel auf Kunstbuchmessen angeboten. Sie besteht aus vielen Butterbrottüten, in denen jeweils ein Text versteckt ist. Die Texte (Prosa und Lyrik) sind alle unterschiedlich und ausschließlich von mir verfasst. Die Überraschungstüten stecken in einem drehbaren Postkartenständer. Jeder Besucher kann gegen einen Betrag, der es ihm wert ist (nach dem Motto „Sie bestimmen den PREIS!“), eine solche Tüte aus dem Ständer herausnehmen und sich von dem jeweiligen Text überraschen lassen. Wichtig ist, dass vorher nicht in die Tüten hineingeschaut werden darf. Das Zufallsprinzip entscheidet, damit der Inhalt der Tüte tatsächlich eine Überraschung ist, eben die literarische Katze im Sack.